Microsoft-365-Partner wechseln mitten in der Laufzeit
Sie sind mit Ihrem Microsoft-365-Partner unzufrieden und wollen weg. Rechnungen bleiben unerklärt, Rückfragen bleiben wochenlang liegen. Den Partner wechseln dürfen Sie auch mitten in der Laufzeit, und es gibt zwei Wege.
Beim Transfer wandern Ihre Abos zum neuen Partner. Dafür braucht es die Zustimmung genau des Partners, den Sie loswerden wollen.
Ohne diese Zustimmung bleibt der Parallelkauf. Sie bestellen beim neuen Partner oder direkt bei Microsoft neu. Die alten Abos laufen bis zu ihrem Enddatum weiter. Wer zu Microsoft selbst wechseln will, geht ohnehin diesen Weg, denn dorthin gibt es keinen Transfer.
Die Beziehung zum bisherigen Partner müssen Sie dafür nicht auflösen. Ganz ohne den bisherigen Partner geht es aber auch hier nicht. Er muss die alten Abos ausdrücklich zum Laufzeitende kündigen.
Dieser Beitrag geht vom Kauf über einen Partner aus, bei Microsoft CSP (Cloud Solution Provider) genannt. Das Regelwerk dahinter heißt NCE (New Commerce Experience). Es bindet die gekaufte Menge bis zum Enddatum des Abos.
Mit einem Enterprise Agreement läuft der Wechsel anders, denn dort beantragen Sie ihn selbst. Mehr dazu steht in der FAQ zur fehlenden Schaltfläche im Admin Center.
Reseller, Systemhaus, Anbieter und Dienstleister meinen im Alltag meist dieselbe Rolle. Dieser Beitrag nennt sie durchgehend Partner. Manche Partner kaufen nicht selbst bei Microsoft ein, sondern über einen Großhändler, den Distributor. Dann rechnet der Distributor mit Microsoft ab, und die Zustimmung zum Transfer muss er geben.
Was wandert beim Partnerwechsel mitten in der Laufzeit mit?
Beim Transfer wandert fast alles mit. Bei Microsoft heißt er Abonnementübertragung, und Ihre Abos wechseln dabei mitten in der Laufzeit zum neuen Partner. Sie müssen dafür weder kündigen noch neu bestellen. Bis zum Wechsel stellt der bisherige Partner die Rechnung, danach der neue.
Die Laufzeit bricht dabei nicht. Menge und Verlängerungseinstellungen wandern mit, dazu laufende Rabattaktionen. Steht Ihr Abo heute auf automatischer Verlängerung, steht es nach dem Wechsel ebenso.
Technisch legt Microsoft beim neuen Partner ein neues Abonnement mit neuer Abonnement-ID an. Ein Neukauf ist es trotzdem nicht, es wechselt nur, wer abrechnet. Wer Abo-IDs in Inventar- oder Kostenlisten führt, muss sie dort nachziehen.
Ausnahme: Abos in der erweiterten Dienstlaufzeit
Abos, die bereits in der erweiterten Dienstlaufzeit (Extended Service Term, EST) laufen, lassen sich nicht übertragen. Die EST ist eine kostenpflichtige Monatsverlängerung, in die ein Abo seit Mai 2026 am Laufzeitende wechseln kann.
Abos, deren Verlängerung nur abgeschaltet ist, hat Microsoft schon im Februar 2026 umgestellt. Seit Mai wechseln sie am Laufzeitende in die EST. Bis zu ihrem Enddatum lassen sie sich noch übertragen. Wer wechseln will, sollte es also vorher tun.
Steckt ein Abo schon in der EST, gibt es zwei Auswege, beide mit dem bisherigen Partner. Erstens wandelt er das Abo zurück in das ursprüngliche Produkt, so empfiehlt es Microsoft. Danach lässt es sich übertragen. Wählt er dabei eine Jahreslaufzeit, sind Sie wieder rund ein Jahr gebunden.
Zweitens bleibt der Parallelkauf. Der neue Partner kauft neu, und der bisherige kündigt das EST-Abo. Das geht bei der EST jederzeit.
Wie läuft der CSP-Transfer ab, und wer stellt den Antrag?
Beim Kauf über einen Partner können Sie den Transfer nicht selbst auslösen. Den Antrag stellt der Partner, zu dem Sie wechseln wollen: „Customers don't initiate the transfer process; instead, their target partner does." Ihr bisheriger Partner wählt dann die Abos aus, die wechseln sollen, und gibt den Transfer frei.
Vor dem Antrag steht eine Beziehungsanfrage. Der neue Partner schickt sie Ihnen, und Sie nehmen sie an. Außerdem schließen Sie die Microsoft-Kundenvereinbarung ab, den Rahmenvertrag zwischen Ihnen und Microsoft.
Für den Antrag braucht der neue Partner die Microsoft-ID Ihres bisherigen Partners, also dessen Tenant-ID. Ein Transfer fasst höchstens 25 Abos je Zahlweise. Monatlich und jährlich gezahlte Abos zählen dabei getrennt. Größere Bestände verteilen sich auf mehrere Transfers.
Ihr bisheriger Partner ist zur Zustimmung nicht verpflichtet. Microsoft übergeht seine Ablehnung nicht und vermittelt auch nicht zwischen zwei Partnern.
Für ihn geht es um Geld. Mit dem Transfer verliert er die Abrechnung dieser Abos. Auch die Prämien, die Microsoft ihm dafür zahlt, entfallen anteilig. Eine Zustimmung kostet ihn also Umsatz.
Wie lange die Zustimmung braucht, liegt bei den Partnern. Planen Sie deshalb nicht mit einem festen Stichtag.
Bleibt ein Antrag 30 Tage liegen, verfällt er. Reagiert Ihr bisheriger Partner nicht, läuft Ihr Wechsel damit ins Leere. Der neue Partner kann danach einen neuen Antrag stellen.
Stimmt Ihr bisheriger Partner zu, sind die meisten Transfers in unter einer Stunde durch. Jedes übertragene Abonnement ist dabei eine eigene Position. Scheitert eine davon, versucht es das System bis zu 72 Stunden lang weiter. Bleibt ein Rest übrig, stellt der neue Partner dafür einen neuen Antrag.
Für Sie heißt das: Die Suche nach dem neuen Partner steht am Anfang, nicht am Ende. Ohne ihn gibt es keinen Antrag, und ohne Antrag entscheidet niemand.
Was ändert der Transfer an Preis, Laufzeit und Kündigungsrecht?
An der Laufzeit und am Kündigungsrecht ändert sich nichts, am Microsoft-Preis auch nicht. Der neue Partner zahlt Microsoft denselben Preis wie der bisherige. Was Sie ihm zahlen, regelt Ihr Vertrag mit ihm.
Ein neues Kündigungsfenster entsteht nicht: „There's no new cancellation window because transferred subscriptions aren't considered new subscription terms." Nach der NCE-Regel wird anteilig nur in den ersten sieben Kalendertagen nach Kauf oder Verlängerung erstattet. Danach bleibt die Menge bis zum Ende der Laufzeit gebunden. Erst die Verlängerung in eine neue Laufzeit öffnet das Fenster wieder.
Damit fällt eine naheliegende Hoffnung weg. Wer über einen Partnerwechsel aus einer zu großen Bestellung herauskommen will, schafft das so nicht. Die Menge wandert unverändert mit, samt Enddatum.
Ihr Hebel ist deshalb das Enddatum. Beim Transfer senken Sie die Menge, wenn das Abo in die neue Laufzeit verlängert wird. Beim Parallelkauf legen Sie die Menge der neuen Abos gleich passend fest. Welche Posten Sie vorher streichen können, zeigt der Leitfaden Microsoft 365 Lizenzkosten senken.
Welche Vertragsrechte beim Kauf über einen Partner gelten, ordnet der Beitrag zum Wechsel vom Enterprise Agreement zu CSP ein.
Was tun, wenn Ihr Partner die Zustimmung verweigert?
Verweigert Ihr bisheriger Partner den Transfer, bleibt der Parallelkauf. Sie bestellen beim neuen Partner oder direkt bei Microsoft neu, während die alten Abos bis zu ihrem Enddatum weiterlaufen. Die Beziehung zum bisherigen Partner bleibt dabei bestehen und hindert Sie nicht am Kauf.
Der neue Partner ändert an Ihren bestehenden Abos nichts. Er übernimmt sie nicht, führt sie nicht zusammen und ändert weder Konditionen noch den eingetragenen Partner. Beide Bestände laufen nebeneinander.
Den Starttermin der neuen Abos wählen Sie selbst. Starten sie sofort, zahlen Sie eine Zeit lang doppelt. Starten sie am Enddatum der alten, zahlen Sie nichts doppelt. Später dürfen sie aber nicht starten, sonst verlieren Ihre Nutzer an diesem Tag den Zugriff.
Eine Gnadenfrist fängt das nicht mehr auf. Beim Kauf über einen Partner hat Microsoft die kostenlose Gnadenfrist von 30 Tagen zum 4. Mai 2026 gestrichen. Nur einzelne Abos behalten sie, etwa abverkaufte Produkte. Planen sollten Sie damit nicht.
Damit Ihre Nutzer nichts merken, braucht das neue Abo dieselbe Menge und dieselbe Bereitstellungs-ID wie das alte. Die Bereitstellungs-ID ist die technische Kennung der Lizenzart. Die Varianten ohne Teams haben eine eigene Kennung. Stimmt sie nicht überein, weisen Sie die Lizenzen neu zu.
Damit die alten Abos am Enddatum auch enden, muss Ihr bisheriger Partner sie ausdrücklich zum Laufzeitende kündigen. Tut er nichts, verlängert sich ein Abo mit automatischer Verlängerung um eine volle Laufzeit. Die lässt sich nach sieben Tagen nicht mehr kündigen. Ist die Verlängerung nur abgeschaltet, läuft das Abo kostenpflichtig in der erweiterten Dienstlaufzeit weiter.
Verweigert Ihr Partner auch diese Kündigung, bleibt Ihnen nur Ihr Vertrag mit ihm.
Grenze bei den Business-Plänen: 300 Lizenzen
Microsoft 365 Business Basic, Standard und Premium sind zusammen auf 300 Lizenzen je Tenant begrenzt. Alte und neue Abos zählen dabei gemeinsam. Liegt Ihr Business-Bestand über 150, kämen alte und neue Abos zusammen auf mehr als 300. Vollständig doppelt führen lässt er sich dann nicht.
Microsoft rät in diesem Fall zum Transfer. Beim Kauf direkt bei Microsoft entfällt dieser Ausweg, denn dorthin gibt es keinen Transfer. Ohne Transfer kaufen Sie vorab nur, was unter die Grenze passt. Den Rest kaufen Sie erst, wenn die alten Abos beendet sind.
Zwischen dem Enddatum und diesem Nachkauf fehlen Ihnen Lizenzen für die übrigen Nutzer. Legen Sie vorher fest, wen das trifft, und stimmen Sie den Kauftag genau ab.
Wie entfernen Sie den bisherigen Partner aus Ihrem Tenant?
Als Wiederverkäufer ist Ihr Partner über eine Resellerbeziehung mit Ihrem Tenant verbunden, in Microsofts deutscher Dokumentation Handelspartnerbeziehung genannt. Diese Beziehung können Sie nicht selbst beenden: „You can't remove a reseller relationship yourself." Im Admin Center ist die Option Löschen bei Ihnen ausgegraut. Haben Sie dort trotzdem einen Partner entfernt, war es vermutlich der Abonnementberater, dazu mehr in der FAQ.
Lösen kann die Resellerbeziehung nur Ihr Partner. Das geht erst, wenn er alles beendet hat, was er für Sie gekauft hat. Nach einem vollständigen Transfer ist das sofort der Fall.
Nach einem Parallelkauf dauert es länger. Vorzeitig kündigen lässt sich ein Abo nur in den ersten sieben Tagen nach Kauf oder Verlängerung. Danach geht es nur zum Ende der Laufzeit, bei einem Abo in der erweiterten Dienstlaufzeit jederzeit. Die Beziehung bleibt dann in der Regel bis zum letzten Enddatum stehen.
Eines dürfen Sie aber sofort selbst. Verwaltet Ihr Partner Ihren Tenant, hat er dafür delegierte Administrationsrechte. Die entziehen Sie ohne seine Zustimmung im Admin Center.
Ihre Partner stehen dort unter Einstellungen, Partnerbeziehungen. An der Abrechnung ändert der Entzug nichts.
Können Sie Ihre Abos zurück zu Microsoft holen?
Nein, übertragen lässt sich ein Microsoft-365-Abo nur von Partner zu Partner. Eigene Übertragungswege gibt es für Azure und für auslaufende Enterprise Agreements, nicht für diesen Fall. Der Weg zu Microsoft ist deshalb immer ein Parallelkauf, und es gilt alles aus dem Abschnitt zur verweigerten Zustimmung.
Für Ihre Nutzer heißt das: Kaufen Sie dieselbe Lizenzart mit derselben Bereitstellungs-ID. Prüfen Sie am Enddatum des alten Abos, ob jeder Nutzer seine Lizenz noch trägt.
Können Sie bei Microsoft nichts bestellen, fehlt womöglich die Rolle Abrechnungskontobesitzer. Die gibt es nur bei einem Abrechnungskonto vom Typ Microsoft-Kundenvereinbarung. Ältere Konten laufen noch unter dem Microsoft Online-Abonnementvertrag (MOSA). Welchen Typ Ihr Konto hat, zeigt die Spalte Abrechnungskontotyp unter Abrechnung, Abrechnungskonten.
Ein globaler Administrator weist sich die Rolle selbst zu. Er wählt dort das Konto und unter Abrechnungskontorollen die Option Rollen zuweisen.
Was beim Direktkauf vertraglich gilt, steht im Beitrag dazu, was sich mit der Microsoft-Kundenvereinbarung an Rechten und Fristen ändert.
Was sehen Sie nach dem Wechsel in Ihrem Tenant?
Nach einem Transfer sehen Sie wenig Neues. Beim neuen Partner steht ein Abo derselben Lizenzart mit derselben Menge und neuer ID. Über Anlage und Abschluss des Transfers bekommen Sie E-Mails.
Nach einem Parallelkauf sehen Sie bis zum Enddatum doppelte Abonnements derselben Lizenzart. Das ist kein Fehler, sondern so vorgesehen. Beide werden abgerechnet, jedes bei seinem Partner. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie jemand auf die Dopplung hinweist.
Welches der beiden Abos einen Nutzer versorgt, sehen Sie nicht. Lizenzen derselben Lizenzart landen für die Zuweisung in einem gemeinsamen Topf. Getrennt stehen die Abos unter Abrechnung, Ihre Produkte, dort mit einer Zeile je Abonnement.
Was prüfen Sie vor, während und nach dem Wechsel?
Die meiste Arbeit liegt in den Wochen vor dem Wechsel und in den Tagen danach. Während der Transfer läuft, können Sie wenig tun. Punkte, die nur für einen der beiden Wege gelten, sind markiert.
Vor dem Wechsel
- Partnermodell klären (Transfer). Fragen Sie Ihren bisherigen Partner, ob er direkt mit Microsoft abrechnet oder über einen Distributor. Im zweiten Fall muss der Distributor zustimmen.
- Abos in der erweiterten Dienstlaufzeit aufspüren (Transfer). Fragen Sie, ob eines Ihrer Abos bereits dort läuft. Solche Abos muss Ihr Partner erst zurückwandeln.
- Beziehung und Kundenvereinbarung. Wechseln Sie zu einem neuen Partner, schickt er Ihnen eine Beziehungsanfrage. Nehmen Sie sie an und schließen Sie die Microsoft-Kundenvereinbarung ab. Für den Transfer braucht er außerdem die Microsoft-ID Ihres bisherigen Partners, also dessen Tenant-ID.
- Transfers zählen lassen (Transfer). Fragen Sie den neuen Partner, in wie viele Transfers Ihr Bestand zerfällt.
- Bestand festhalten. Notieren Sie im Admin Center unter Abrechnung, Ihre Produkte jedes Abonnement mit Menge und Enddatum.
- Den nächsten Wechsel absichern. Halten Sie mit dem neuen Partner vor der Unterschrift fest, dass er einem späteren Transfer weg von ihm zustimmt. Sonst hängt Ihr nächster Wechsel wieder an einer Zustimmung, die Sie nicht erzwingen können.
- Kündigungsfenster klären (Parallelkauf). Sehen Sie nach, welches Fenster zum Senken der Menge Ihr Beschaffungsweg überhaupt zulässt. Tun Sie das, bevor Sie die Menge der neuen Abos festlegen.
Während Sie auf die Zustimmung warten
- Den eigenen Vertrag heraussuchen. Lesen Sie in Ihrem Vertrag mit dem bisherigen Partner nach, was dort zu einem Wechsel vereinbart ist.
- Angebot für den Parallelkauf einholen (Parallelkauf). Lassen Sie sich ein Angebot je Abo geben, mit Starttermin zum Enddatum und derselben Bereitstellungs-ID wie heute. Den Starttermin lassen Sie sich vor dem Enddatum schriftlich bestätigen. Bei Business-Plänen prüfen Sie vorher die Grenze von 300 Lizenzen.
- Kündigung zum Laufzeitende verlangen (Parallelkauf). Weisen Sie Ihren bisherigen Partner schriftlich an, die alten Abos ausdrücklich zum Laufzeitende zu kündigen. Beim Transfer lassen Sie diesen Schritt weg, denn die Verlängerungseinstellungen wandern mit.
Nach dem Wechsel
- Bestand vergleichen. Halten Sie die Liste unter Abrechnung, Ihre Produkte gegen Ihre Notiz aus Punkt 5, je Abonnement und je Lizenzart.
- Zuweisungen stichprobenartig prüfen. Sehen Sie unter Benutzer, Aktive Benutzer nach, ob die Nutzer ihre Lizenz noch tragen.
- Erste Rechnung prüfen. Fragen Sie den neuen Partner nach der Aufstellung je Abo und vergleichen Sie sie mit Ihrer Notiz.
- Doppelte Zeilen im Blick behalten (Parallelkauf). Steht dieselbe Lizenzart in zwei Zeilen, nehmen Sie beide Mengen getrennt auf. Bleibt die alte Zeile nach dem Enddatum aktiv, hat Ihr bisheriger Partner nicht gekündigt.
- Adminrechte entziehen. Nehmen Sie dem bisherigen Partner die delegierten Administrationsrechte, sobald Sie ihn nicht mehr brauchen. Prüfen Sie dabei, ob er eigene Benutzerkonten in Ihrem Tenant hat.
Nach dem Wechsel liegt es bei Ihnen, ob bezahlte und genutzte Plätze zusammenpassen. Der neue Partner rechnet ab, was bestellt ist.
LessLicense ist unsere Software zur Lizenzauswertung für Microsoft 365. Sie zeigt je Lizenzart die gekaufte und die belegte Menge und hält den Stand von vor dem Wechsel fest. Darunter listet sie jedes Abonnement einzeln mit Menge und Enddatum, doppelte Abos stehen dort als eigene Zeilen. Welchem Partner eine Zeile gehört, zeigt sie nicht.
FAQ
Kann der Microsoft-Support helfen, wenn mein Partner nicht zustimmt?
Nein. Auch der Partnersupport von Microsoft kann Ihren bisherigen Partner nicht zur Zustimmung bringen: „Source partners are under no obligation to accept a transfer and Microsoft Partner support can't make the source partner accept." Was Ihr Partner Ihnen schuldet, steht allein in Ihrem Vertrag mit ihm. Ihr Ausweg ist der Parallelkauf, bei Business-Plänen allerdings nur bis zur Grenze von 300 Lizenzen.
Wo kann ich im Admin Center den Partner ändern?
Beim Kauf über einen CSP-Partner gar nicht, dort stellt der neue Partner den Antrag. Die Schaltfläche, die Sie vielleicht aus Anleitungen kennen, gehört zum Change of Channel Partner (COCP). Den gibt es nur mit einem aktiven Enterprise Agreement oder Enterprise Subscription Agreement. Dort stellen Sie den Antrag selbst, unter Abrechnung, Ihre Produkte, Registerkarte Volumenlizenzierung.
Was passiert, wenn das alte Abo endet, bevor das neue steht?
Dann verlieren Ihre Nutzer an diesem Tag den Zugriff auf die betroffenen Dienste. Ein beendetes Abo, das Sie über einen Partner gekauft haben, lässt sich nicht reaktivieren. Die Daten hält Microsoft aber 90 Tage vor, erreichbar nur für Administratoren. Kauft ein Partner in dieser Zeit genau dasselbe Produkt, stellt Microsoft Daten und Zuweisungen wieder her.
Müssen meine Nutzer nach dem Wechsel neu lizenziert werden?
Nach einem Transfer nicht. Das neue Abo trägt dieselbe Lizenzart und dieselbe Menge. Beim Parallelkauf kommt es auf Bereitstellungs-ID und Menge an. Bleiben beide gleich, bleiben auch die Zuweisungen, sonst weisen Sie die Lizenzen neu zu.
Ich habe den Partner im Admin Center entfernt. Warum ist er immer noch da?
Vermutlich haben Sie den Abonnementberater entfernt, den Microsoft auch eingetragenen Partner oder Partner of Record nennt. Den tragen Sie bei einem direkt bei Microsoft gekauften Abo ein, auf der Seite mit den Abonnementdetails unter Partnerinformationen. Mit der Resellerbeziehung Ihres CSP-Partners hat er nichts zu tun, die bleibt bestehen. Den Abonnementberater ändern Sie zudem nur bei einem Konto unter dem Microsoft Online-Abonnementvertrag (MOSA), mit mindestens der Rolle Abrechnungsadministrator.
Können alle meine Abonnements in einem Vorgang wechseln?
Nicht immer. Ein Transfer fasst höchstens 25 Abos je Zahlweise. Monatlich und jährlich gezahlte zählen getrennt. Dreißig monatlich gezahlte Abos brauchen also zwei Transfers, zwanzig monatliche und zwölf jährliche nur einen. Für Azure gilt die Grenze nicht.