Microsoft 365 Preiserhöhung Juli 2026 so sparen Sie trotzdem

Kurz gesagt: Die Microsoft-365-Preiserhöhung zum 1. Juli 2026 hebt die Listenpreise für die meisten Geschäftspläne an. Business Basic steigt um 16 Prozent, Business Standard um 12 Prozent, die Enterprise-Pläne E3 und E5 um 5 bis 13 Prozent, Frontline-Pläne bis zu 33 Prozent. Business Premium bleibt als einziger Business-Plan unverändert. Der neue Preis greift aber nicht automatisch am Stichtag, sondern erst bei Ihrer nächsten Vertragsverlängerung. Genau dieses Fenster sollten Sie nutzen, um ungenutzte und falsch dimensionierte Lizenzen zu bereinigen, bevor der höhere Preis auf jeden Seat wirkt.

Die Erhöhung trifft jeden Plan anders, und sie verschiebt die Rechnung zwischen den Plänen. Dieser Leitfaden zeigt, was sich konkret ändert, ab wann Sie wirklich mehr zahlen und welche Planwahl nach dem 1. Juli noch sinnvoll ist. Die Preisrunde ist dabei nur die eine Hälfte. Parallel stellt Microsoft die Abrechnung selbst zunehmend auf verbrauchsbasierte Abrechnung um.

Was ändert sich zum 1. Juli 2026?

Microsoft erhöht die Preise quer durch die kommerziellen Suiten. Am stärksten steigen die kleinen Business- und Frontline-Pläne, am moderatesten die Enterprise-Pläne. Die folgenden Prozentwerte stammen aus der offiziellen Microsoft-Preisankündigung vom Dezember 2025. Die Euro-Beträge sind die aktuellen Listenpreise pro Nutzer und Monat im Jahresabo, jeweils zzgl. MwSt. Die Spalte „neu, ca." rechnet die offizielle prozentuale Erhöhung auf den aktuellen Euro-Preis hoch, die exakten Euro-Beträge veröffentlicht Microsoft kurz vor dem Stichtag.

Plan Erhöhung aktuell (EUR/Monat) neu, ca.
Business Basic +16 % 5,20 € 6,03 €
Business Standard +12 % 10,83 € 12,13 €
Business Premium 0 % 19,06 € 19,06 €
Microsoft 365 E3 +8 % 34,90 € 37,69 €
Microsoft 365 E5 +5 % 55,22 € 57,98 €

Office 365 E3 steigt mit 13 Prozent am stärksten unter den Enterprise-Plänen, die Frontline-Pläne F1 und F3 mit bis zu 33 Prozent. Office 365 E1 und Microsoft 365 E7 bleiben unverändert. Wer monatlich statt jährlich zahlt, liegt ohnehin rund 20 Prozent über dem Jahresabo-Preis.

Parallel zur Erhöhung packt Microsoft zusätzliche Leistungen in die Suiten. Die Business-Pläne bekommen mehr Postfachspeicher und einen Time-of-Click-Schutz vor schädlichen Links, die Enterprise-Pläne unter anderem Intune Remote Help. Der volle Microsoft 365 Copilot bleibt ein separates, kostenpflichtiges Add-on.

Ab wann zahlen Sie wirklich mehr?

Erst bei Ihrer nächsten Vertragsverlängerung, nicht am 1. Juli selbst. Bestehende Jahres- und Mehrjahresverträge laufen bis zum Laufzeitende zum bisherigen Preis weiter. Den neuen Preis sehen Sie erst, wenn der Vertrag nach dem Stichtag erneuert wird. Microsoft kündigt die Änderung 30 Tage vorher im Message Center an.

Daraus ergibt sich Ihr eigentlicher Handlungsspielraum: das Fenster bis zur Verlängerung. Wer seinen Verlängerungstermin kennt, kann bis dahin den Lizenzbestand bereinigen, damit der höhere Preis nur auf die Seats wirkt, die wirklich gebraucht werden.

Dieser Termin ist doppelt wichtig. Unter der New-Commerce-Experience-Plattform (NCE) können Sie die Zahl der Seats nur innerhalb von sieben Kalendertagen nach Kauf oder Verlängerung reduzieren. Danach ist sie bis zur nächsten Verlängerung gesperrt, bei monatlichen wie bei jährlichen Verträgen. Jede überflüssige Lizenz wird sonst bis zum Laufzeitende voll bezahlt, ab der Verlängerung dann zum neuen Preis.

Wer flexibel bleiben will, zahlt das mit dem Monatsabo, das rund 20 Prozent über dem Jahrespreis liegt. Für stabile Stammbelegschaften ist das Jahresabo günstiger, für schwankende oder saisonale Teams kann der Aufpreis die Flexibilität wert sein.

Business Premium bleibt gleich, wann sich der Umstieg von Standard lohnt

Weil Business Premium bei 19,06 Euro bleibt, während Business Standard auf rund 12,13 Euro steigt, schrumpft der Abstand zwischen beiden auf unter 7 Euro pro Nutzer und Monat. Für diesen Aufpreis bekommen Sie einen kompletten Security- und Geräteverwaltungs-Stack. Ob sich der Umstieg lohnt, hängt davon ab, ob Sie diese Bausteine heute schon separat bezahlen.

Der Unterschied liegt nicht in den Office-Apps, die sind identisch. Business Standard bekommt mit dem Juli-Update einen Time-of-Click-Schutz vor schädlichen Links dazu. Das volle Defender for Office 365 Plan 1 bleibt aber Premium, ebenso Endpoint-Schutz, Geräteverwaltung und Identität.

Business Standard Business Premium
Office-Apps, Exchange, Teams, SharePoint, OneDrive enthalten enthalten
Defender for Office 365 Plan 1 (erweiterter E-Mail-Schutz) nein enthalten
Defender for Business (Endpoint-Schutz) nein enthalten
Microsoft Intune (Geräteverwaltung) nein enthalten
Entra ID P1 (Conditional Access) nein enthalten
Information Protection (Vertraulichkeitslabels) nein enthalten

Die Rechnung ist dieselbe wie eine Stufe höher bei Microsoft 365 E5 vs. E3: Eine größere Suite lohnt sich, sobald ihre enthaltenen Funktionen eigenständige Produkte ersetzen. Wer für seine Standard-Nutzer heute eine separate Endpoint-Security, ein MDM oder Conditional Access dazukauft, fährt mit Business Premium nach dem 1. Juli oft günstiger und mit weniger Integrationsaufwand.

Der umgekehrte Fehler ist genauso teuer: Business Premium pauschal für alle, obwohl ein Teil der Belegschaft die Security-Bausteine nie nutzt. Maßstab ist nicht das Orgchart, sondern die tatsächliche Nutzung pro Rolle. Welche Nutzer den Premium-Stack wirklich brauchen und für welche Standard reicht, lässt sich nur an realen Nutzungsdaten ablesen, nicht schätzen. Den ausführlichen Vergleich der beiden Pläne liefert Microsoft 365 Business Premium vs. Standard.

Was können Sie jetzt gegen höhere Kosten tun?

Den Preis pro Lizenz können Sie nicht verhandeln. Die Zahl und die Art Ihrer Lizenzen schon. Das ist der wirksamste Hebel vor der Verlängerung, und er wirkt sofort, statt auf bessere Konditionen zu hoffen.

Das Budget liegt fast immer in denselben Mustern: Konten, die gesperrt sind, aber weiter eine Lizenz tragen. Nutzer, die sich seit Monaten nicht angemeldet haben. Ganze Abteilungen auf einer zu großen Suite. Gekaufte Seats, die nie zugewiesen wurden. Add-ons wie Power BI Pro oder Teams Phone mit der Gießkanne verteilt.

Beispiel: 20 inaktive E5-Konten zu rund 55 Euro binden 1.100 Euro im Monat, ab der Verlängerung rund 1.160 Euro, Geld für Lizenzen, hinter denen kein einziger Login steht. Vier durchgerechnete Beispiele nach Unternehmensgröße zeigen die Größenordnung auf der Startseite.

Welche acht Posten das im Detail sind und wie Sie sie ohne Datenverlust und Compliance-Risiko bereinigen, zeigt der Leitfaden Microsoft 365 Lizenzkosten senken.

Der schwierige Teil ist nicht das Aufräumen, sondern die Entscheidung dahinter: Wer braucht seine Lizenz wirklich, und wer kommt mit einer kleineren aus? Ein Lizenzbericht zeigt, wer welche Lizenz hat. Er zeigt nicht, ob sie genutzt wird. Genau diese Nutzungs-Analyse pro Nutzer nimmt LessLicense automatisch und read-only vor, auf Basis von über 80 realen Datenpunkten, und macht daraus eine priorisierte Empfehlung mit konkretem Einsparbetrag. Steht ein Postfach unter einem Hold, blockiert die Analyse die Empfehlung zum Lizenzentzug und schlägt stattdessen einen Migrations-Task vor. Alles läuft on-premises in Ihrem eigenen Netzwerk, Nutzungsdaten verlassen Ihren Tenant nicht. Wie der Ablauf funktioniert, sehen Sie unter So funktioniert es.

FAQ

Wann tritt die Microsoft-365-Preiserhöhung 2026 in Kraft?

Zum 1. Juli 2026, aber nicht für alle sofort. Die neuen Preise gelten erst bei der nächsten Vertragsverlängerung nach diesem Datum. Bestehende Jahres- und Mehrjahresverträge laufen bis zum Laufzeitende zum bisherigen Preis weiter. Microsoft informiert 30 Tage vorher im Message Center.

Um wie viel steigen die Microsoft-365-Preise?

Je nach Plan unterschiedlich. Business Basic steigt um 16 Prozent, Business Standard um 12 Prozent, die Enterprise-Pläne E3 und E5 um 5 bis 13 Prozent, Frontline-Pläne bis zu 33 Prozent. Business Premium, Office 365 E1 und Microsoft 365 E7 bleiben unverändert.

Steigt der Preis für Microsoft 365 Business Premium?

Nein. Business Premium bleibt bei rund 19 Euro pro Nutzer und Monat, während Business Standard steigt. Dadurch schrumpft der Preisabstand zwischen beiden auf unter 7 Euro. Wer den in Premium enthaltenen Security- und Geräteverwaltungs-Stack heute separat zukauft, für den wird der Umstieg attraktiver.

Kann ich meine Microsoft-365-Lizenzen vor der Verlängerung noch reduzieren?

Unter der NCE-Plattform nur innerhalb von sieben Kalendertagen nach Kauf oder Verlängerung. Danach ist die Reduzierung der Seats bis zur nächsten Verlängerung gesperrt, bei monatlichen wie jährlichen Verträgen. Deshalb ist der Verlängerungstermin der entscheidende Zeitpunkt, um den Bestand zu bereinigen, bevor der neue Preis greift.

Ist Copilot von der Preiserhöhung betroffen?

Der volle Microsoft 365 Copilot ist ein separates Add-on und nicht Teil dieser Suiten-Erhöhung. Microsoft bündelt aber zusätzliche Funktionen in die Pläne. Was KI-Funktionen über Copilot Credits zusätzlich kosten, zeigt der Leitfaden Was KI-Agenten in Microsoft 365 kosten.